Terrassierter Hanggarten an der Bergstraße mit Blockstufen, Natursteinmauern und Verbena unterhalb des Hauses
  1. Luftbild des Hanggartens: Kieswege, Blockstufen und Hochbeete zwischen dichter Staudenpflanzung, unten ein Pflasterweg
  2. Schrägluftbild: Kiesweg windet sich durch den Garten, links ein Pflasterweg, in der Mitte ein gerahmtes Hochbeet
  3. Blick über die Gartenterrassen mit Kiesweg und Rankstäben in die weite Ebene im warmen Licht
  4. Gewundener Kiesweg steigt zwischen Verbena bonariensis und Gräsern zum Haus an, links ein bewaldeter Hang
  5. Silbriges Kardy-Laub und Verbena bonariensis im Vordergrund, dahinter Stufen und die Glasfassade des Wohnhauses
  6. Treppenweg mit Steinmauern führt durch Gräser und Thymian zum modernen Wohnhaus am oberen Gartenrand
  7. Staudenreicher Hang mit Stufen und Steinmauer, im Hintergrund ein bewaldeter Hügel und das Haus mit Glasfront
  8. Mauer aus Naturstein und Blockstufen am Kiesweg, davor Spanisches Gänseblümchen und Verbena bonariensis
  9. Kiesweg führt an Thymian und weißen Herbstanemonen vorbei zu einer Treppe mit mächtigen Steinblöcken
  10. Steinerner Wassertrog zwischen Stufen und Verbena bonariensis, im Hintergrund die grün gefasste Hausfassade
  11. Wasser rinnt aus einem gebogenen Stahlrohr in den Steintrog, davor Verbena bonariensis und schlanke Blätter
  12. Langer Steintrog im Gegenlicht, umgeben von hohen Blättern und blühender Verbena, dahinter ein Sonnenschirm
  13. Runde Schwimmblätter auf dem Wasser des Steintrogs, darauf verstreute violette Verbena-Blüten
  14. Mangold mit roten Blattrippen im Gegenlicht, Teil der Nutzpflanzung zwischen den Staudenbeeten
  15. Reife Erdbeeren hängen zwischen Thymian und Laub, eine essbare Pflanzung direkt am Kiesweg
  16. Silbergraues, tief gezähntes Blattwerk der Kardy zwischen Gräsern und Stauden am Kiesweg

Bergstraße DE – Terrassierter Hanggarten

Dieser Hanggarten an der Bergstraße liegt nicht neben dem Haus. Er führt zu ihm hin. Oben am Hang steht das moderne Wohnhaus mit seiner großen Glasfassade, und alles darunter ist als Weg dorthin angelegt. Vom Pflasterweg am unteren Rand steigt ein Kiesweg in sanften Kehren bergauf, Blockstufen und Natursteinmauern fassen ihn ein. Mit jeder Terrasse rückt die Fassade ein Stück näher.

Im Kern ging es um das Verhältnis von Garten und Architektur. Die klare Linie des Hauses findet ihr Gegenstück im Stein: Mauern und Stufen aus massiven Blöcken geben dem Hang Ruhe und Dauer. Die Pflanzung hält lebendig dagegen. Sie ist locker, naturalistisch und in der Höhe gestaffelt. Vorn stehen hohe, luftige Stauden wie Patagonisches Eisenkraut (Verbena bonariensis), dahinter Kardy mit silbrigem Laub und Gräser, die das Licht fangen. Von der Glasfassade aus wirkt der Garten deshalb wie ein tief gestaffeltes Bild. Wer hinaufsteigt, erlebt das Gegenteil. Das Haus taucht immer wieder zwischen Blüten und Halmen auf, nie als freistehender Baukörper. Die grün gefassten Fassadenelemente greifen das Laub auf, und so sprechen Haus und Garten in derselben Farbfamilie.

Dann das Tempo der Pflanzplanung. Im Mai kamen die Pflanzen in die Beete, im September entstanden die Fotos. Eine einzige Saison hat gereicht: Verbena, Kardy und Herbstanemonen haben den Hang in einen dichten Staudengarten verwandelt. Spanisches Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus) säumt die Mauerfüße, Thymian und Salbei halten die Wegränder zusammen. Zwischen den Stauden wachsen Mangold und Erdbeeren. Zier- und Nutzpflanzung greifen hier ineinander. An der Treppe setzt ein Steintrog mit einem Wasserspiel aus Stahlrohr einen ruhigen Akzent und lockt Insekten an. Im Spätsommer stehen Kugeldisteln im Samenstand neben den letzten Blüten, und der Garten behält seine Struktur, auch wenn der Herbst schon naht.

Topografie, Architektur und Pflanzung verbinden sich an der Bergstraße zu einem naturnahen Ganzen. Ein Projekt, das für präzise Landschaftsarchitektur und hochwertige Privatgärten steht.

Blick durch Verbena, Gräser und Kardy auf Kiesweg, Steinmauer und Stufen, oben das Haus vor herbstlichem Waldhang
  1. Entwurf & Ausführungsplanung

    Manuel Wehrle

  2. Ausführung
  3. Bilder